Hagen

StartseiteJetzt geöffnetEinkaufenNewsMagazinServiceRegistrierung

 

Wer hat um Uhr am geöffnet?

Meldungen - Aktuelles

Ermittlungen gegen Timo Schisanowski

Veruntreuungen in Altenhagener SPD ziehen weitere Kreise

18.06.2017 // Politik

Diese Meldung wird Ihnen präsentiert von:
Einkaufen-In-Hagen.de
Die Redaktion

Im Zusammenhang mit den Unterschlagungen von Parteigeldern im SPD-Ortsverein Altenhagen wird auch gegen den Vorsitzenden des Partei-Unterbezirks Hagen, Timo Schisanowski, und den ehemaligen Partei-Geschäftsführer Robin Baranski ermittelt. Das ergibt sich aus Informationen, die DOPPELWACHOLDER.DE vorliegen.

Demnach wird den beiden vorgeworfen, es unterlassen zu haben, die „veruntreuten Gelder bei den Eheleuten geltend zu machen“. Gemeint sind der ehemalige Vorsitzende des Altenhagener Ortsvereins, Muamer Andelija, und seine Ehefrau Elmedina, die seinerzeit als Kassiererin wirkte.

Andelija hatte nach eigenen Angaben 1.600 Euro aus der Parteikasse für private Zwecke abgezweigt, die Staatsanwaltschaft beziffert die Summe nach den DW vorliegenden Unterlagen auf „mindestens 2.000 Euro“. Der entnommene Betrag soll inzwischen zurückgezahlt worden sein. Ratsmitglied Andelija wurde aus der SPD ausgeschlossen und hat damit auch die Mitgliedschaft in der Fraktion verloren, blieb aber fraktionsloses Mitglied des Stadtparlaments.

Die Hagener SPD-Spitze hatte sich darauf berufen, nicht zuständig zu sein und die Verantwortung für entsprechende Prüfungen dem Landesverband der Partei zugeschoben. Das sehen die Ermittlungsbehörden offensichtlich anders.

Das Hagener Monopolblatt WPWR hat die Ermittlungen gegen Schisanowski und Baranski bisher mit keinem Wort erwähnt und sich sogar bemüßigt gefühlt, den Namen des Hauptverantwortlichen Andelija nachträglich aus einem mehr als ein Jahr alten Artikel zu entfernen. Redakteur Martin Weiske, der normalerweise selbst bei unsinnigen Vorwürfen schnellstens mit der Feder zur Hand ist, spielte den Unterschlagungsfall flott herunter und schob den Ball in die Reihen derer, die sich um Aufklärung bemühten: „Die Parteiordnungsvorstöße aus Altenhagen wirken – vom Griff eines Ratsherrn in die Parteikasse mal abgesehen – eher querulatorisch als aufklärerisch.“

Auch die Schiedskommision der Hagener Parteigliederung, die über einen Antrag der Altenhagener Genossen zu befinden hatte, Timo Schisanowski solle für fünf Jahre alle Funktionen ruhen lassen, stellte sich quer. Sie machte „keinen Hehl daraus, dass sie es für ein Unding halte, den Hagener Obergenossen in die Nähe einer Straftat zu rücken. Dies grenze – ohne entsprechende Beweise vorlegen zu können – schon an Verleumdung“, berichtete die Presse.

Die Staatsanwaltschaft sieht die Dinge anscheinend anders als der Verbund aus Hagener SPD-Spitze und Pressehaus weder als „querulatorisch“ noch als „Verleumdung“ an; sonst hätte sie wohl kaum Ermittlungen aufgenommen.


Quelle: www.doppelwacholder.de

Zurück zur Übersicht